Ein abgebrochener Lauf ist eine Ortsangabe, nicht nur ein Alarm. Die Ausführungsliste (das Protokoll aller Durchläufe) zeigt zuerst, welcher Schritt abbrach. Erst danach lohnt die Fehlermeldung selbst.
🔗 Ein Netzfehler betrifft die Verbindung, nicht den Inhalt. Meldungen wie Timeout, DNS-Fehler oder Connection refused sagen: Die Anfrage kam beim fremden Dienst nie an. HTTP-Statuscodes, die Antwortcodes einer Schnittstelle, sind in Klassen eingeteilt: 2xx Erfolg, 4xx Fehler beim Client, 5xx Fehler beim Server. 429 heißt Too Many Requests und meldet ein überschrittenes Anfragelimit je Zeitraum (Rate-Limit), oft mit einem Retry-After-Header, der angibt, wie lange der Aufruf warten soll.
🔁 Ein Datenfehler betrifft den Inhalt, nicht den Transport. Meldungen wie ungültiges Feld oder falsches Format bedeuten: Die Anfrage kam an, aber der Inhalt genügt nicht, etwa ein leeres Pflichtfeld. Typisch sind 400 oder 422. Eine Automation, die zweihundert Kontakte pro Durchlauf bei einem Limit von hundert Anfragen pro Minute abholt, liefert dagegen viele 429 – ein Limitproblem, kein Datenproblem.
🧭 Die erste Prüfung richtet sich nach dem Fehlerort. Bei Netzverdacht dieselbe Anfrage direkt mit curl, einem Kommandozeilen-Testwerkzeug, wiederholen und ein Timeout setzen – sonst blockiert ein hängender Dienst alles. Bei Datenverdacht den konkreten Datensatz aus der Ausführung und das Feld-Mapping prüfen.
Ein Fehler heißt nicht „irgendwas kaputt“, sondern „an genau einer Stelle kaputt“. Wer Netz, Daten und Zielsystem trennt, wiederholt nur, was sich lohnt: Netz, 429 und 5xx ja, ungültige Daten nie.
📌 Fehlermeldung lesen · Fehlerort bestimmen · gezielt prüfen
📚 Automatisierung von Grund auf · Tag 4 von 30
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