Eine saubere REST-Schnittstelle braucht weniger Adressen und ist leichter zu lesen. Wer Ressourcen und Methoden trennt, kann jede Adresse mit vier Methoden nutzen.
🌐 Eine REST-Schnittstelle benennt Dinge, keine Tätigkeiten. REST ist ein Stil, Web-Schnittstellen über HTTP zu bauen, das Übertragungsprotokoll des Webs. Eine Ressource ist dabei ein benanntes Ding: ein Kunde, eine Bestellung oder die Liste aller Bestellungen. Eine HTTP-Anfrage besteht aus Methode, Ziel, Headern und optionalem Body; der Pfad im Ziel adressiert die Ressource, etwa /bestellungen.
🧩 Der Pfad benennt Substantive, die Methode wirkt darauf. GET /bestellungen liest die Liste, GET /bestellungen/42 liest genau eine Bestellung, POST /bestellungen legt eine neue an, DELETE /bestellungen/42 löscht sie. Dieselbe Adresse kann je nach Methode Verschiedenes bedeuten: Der Pfad /bestellungen/42 bleibt gleich, nur die Wirkung ändert sich. PUT /bestellungen/42 ersetzt dagegen die Daten dieser Bestellung.
🔒 Verben im Pfad wie /deleteUser verwirren, weil sie die Ordnung brechen. Der Server müsste für jede Aktion eine eigene Adresse verwalten, und GET /deleteUser würde beim bloßen Aufruf löschen. Mit Substantiv und Methode gelten vier klare Verben für alle Ressourcen; der Server antwortet mit Statuscode und meist JSON, dem Datenformat mit Schlüssel-Wert-Paaren.
REST heißt nicht „Befehle in URLs schreiben“, sondern „Dinge benennen und mit Methoden darauf wirken“.
📌 Ressourcen · Substantive im Pfad · HTTP-Methoden
📚 Webentwicklung von Grund auf · Tag 3 von 30
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