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Anna Fischer
Die meisten Automationen fragen regelmäßig nach, ob etwas passiert ist. Dabei kann sich die Quelle auch von selbst melden – per Webhook.

Wer Formulare, Shops oder Ticketsysteme verbindet, trifft früh auf Webhooks. Wer sie nicht kennt, baut Abfragen, die Minuten verspätet liefern und unnötige Last erzeugen.

Ein Webhook ist ein HTTP-Aufruf, meist ein POST mit JSON-Daten, den ein System bei einem Ereignis automatisch an eine hinterlegte URL schickt. HTTP ist das Standardprotokoll des Webs; JSON ist ein einfaches Textformat für strukturierte Daten. Der Empfänger legt also nur eine Adresse beim absendenden System fest – mehr nicht.

In n8n, einem Werkzeug für Automationen, fügt man dafür den Webhook Node hinzu. Dieser Node stellt eine URL bereit, etwa eine Test-URL während der Einrichtung. Diese URL trägt man im absendenden System als Webhook-Adresse ein. Danach startet der Workflow nicht mehr zeitgesteuert, sondern genau dann, wenn das Ereignis eintritt. Im Gegensatz dazu fragt ein Polling-Trigger die Quelle regelmäßig ab.

Verwechselt wird der Webhook gern mit einer API. Eine API wird aufgerufen und liefert auf Anfrage; ein Webhook ruft selbst auf und liefert ohne Anfrage. Deshalb muss der Empfänger auch bestätigen: Er antwortet schnell mit einem 2xx-Status und verarbeitet die Daten entkoppelt in einer Warteschlange, in der Aufgaben warten, bis sie abgearbeitet werden. Und da Sender mindestens einmal zustellen, prüft der Empfänger die Ereignis-ID und überspringt bereits verarbeitete Nachrichten.

Ein Webhook fragt also nicht nach, er wird benachrichtigt. Wer abfragt, ist Empfänger; wer benachrichtigt, ist Quelle.

📌 Webhook · POST mit JSON · Trigger statt Polling

📚 Automatisierung von Grund auf · Tag 3 von 30
#Webhooks #Automatisierung #n8n #api
3 Tage vor

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