Wer Formulare, Shops oder Ticketsysteme verbindet, trifft früh auf Webhooks. Wer sie nicht kennt, baut Abfragen, die Minuten verspätet liefern und unnötige Last erzeugen.
Ein Webhook ist ein HTTP-Aufruf, meist ein POST mit JSON-Daten, den ein System bei einem Ereignis automatisch an eine hinterlegte URL schickt. HTTP ist das Standardprotokoll des Webs; JSON ist ein einfaches Textformat für strukturierte Daten. Der Empfänger legt also nur eine Adresse beim absendenden System fest – mehr nicht.
In n8n, einem Werkzeug für Automationen, fügt man dafür den Webhook Node hinzu. Dieser Node stellt eine URL bereit, etwa eine Test-URL während der Einrichtung. Diese URL trägt man im absendenden System als Webhook-Adresse ein. Danach startet der Workflow nicht mehr zeitgesteuert, sondern genau dann, wenn das Ereignis eintritt. Im Gegensatz dazu fragt ein Polling-Trigger die Quelle regelmäßig ab.
Verwechselt wird der Webhook gern mit einer API. Eine API wird aufgerufen und liefert auf Anfrage; ein Webhook ruft selbst auf und liefert ohne Anfrage. Deshalb muss der Empfänger auch bestätigen: Er antwortet schnell mit einem 2xx-Status und verarbeitet die Daten entkoppelt in einer Warteschlange, in der Aufgaben warten, bis sie abgearbeitet werden. Und da Sender mindestens einmal zustellen, prüft der Empfänger die Ereignis-ID und überspringt bereits verarbeitete Nachrichten.
Ein Webhook fragt also nicht nach, er wird benachrichtigt. Wer abfragt, ist Empfänger; wer benachrichtigt, ist Quelle.
📌 Webhook · POST mit JSON · Trigger statt Polling
📚 Automatisierung von Grund auf · Tag 3 von 30
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