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Thomas Müller
Die meisten denken bei Cloud-Kosten an die Monatsmiete für Server. Dabei zahlt man in der Cloud nur für das, was tatsächlich läuft.

Cloud-Provider rechnen Nutzung automatisch ab und weisen sie transparent aus – Kunden sehen also, wofür sie zahlen. Das betrifft jede Entscheidung: Wer eine Ressource startet, eine Datei speichert oder Daten verschickt, löst jeweils eine andere Kostenart aus.

Zuerst startet jemand eine Instanz – eine gemietete virtuelle Maschine im Rechenzentrum des Providers. Ab der ersten Minute zahlt sie, pro Zeiteinheit. Wer um drei Uhr nachts mit wenigen Klicks eine Maschine startet und sie nach einer Stunde wieder löscht, zahlt nur diese Stunde. Bei gemieteter Festhardware würde der Vertrag monatlich abgerechnet, ob sie läuft oder nicht.

Dann wachsen die Speicherkosten, sobald Daten abgelegt werden. Gespeicherte Datenmenge wird berechnet, und zwar auch dann, wenn keine Anwendung läuft. Alte Backups, vergessene Snapshots – gespeicherte Abbilder von Festplatten – und nicht gelöschte Testdaten stehen monatlich auf der Rechnung, solange sie existieren.

Danach kommt der Datenverkehr dazu: Eingehender Verkehr aus dem Internet ist bei AWS in der Regel kostenfrei. Ausgehender Verkehr ins Internet und zwischen Regionen wird dagegen berechnet. Auch Verkehr zwischen Availability Zones – getrennte Rechenzentren innerhalb derselben Region – kostet und sollte deshalb eingeplant werden.

Zuletzt entscheidet die Freigabe: Nicht mehr benötigte Ressourcen werden gelöscht und verursachen keine Kosten mehr. Wer vergisst abzubauen, zahlt unbemerkt weiter.

Gemessen wird also nicht der Bedarf, sondern die Laufzeit. Cloud-Kosten heißen nicht Miete, sondern Meter.

📌 Laufzeit · Speicher · Datenverkehr

📚 Cloud von Grund auf · Tag 2 von 30
#CloudHosting #devops #aws
4 Tage vor

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