Wer die Laufzeit seines Akkus kennt, plant Wartungsintervalle und Standorte vorher. Ohne diese Rechnung bleibt jedes Batteriebudget ein Rätsel.
🔋 Milliamperestunden geteilt durch Milliampere ergibt die Laufzeit in Stunden. Milliamperestunden (mAh) sind eine Ladungsmenge: Ein Akku mit 2000 mAh versorgt einen Verbraucher mit 1 mA rund 2000 Stunden lang. Die Nennkapazität steht auf jedem Akku oder Datenblatt. Sie ist der Vorrat, aus dem der Knoten schöpft.
📡 Maßgeblich ist der Mittelstrom, nicht der Strom beim Senden. Ein Sensorknoten wechselt zwischen kurzen aktiven Phasen mit hohem Strom und langen Schlafphasen mit sehr kleinem Strom. Gemittelt über den ganzen Zyklus aus Messen, Senden und Schlafen entsteht ein viel kleinerer Wert. Genau dieser gehört in die Rechnung. Beim Abschätzen zählt die Summe aller Mittelströme: Mikrocontroller, Sensor und Funkmodul zusammen, nicht nur der Chip allein.
🔧 Die Faustrechnung liefert eine obere Grenze, keine Garantie. Ein Temperatur-Sensorknoten liest die Temperatur, sendet sie über ein Funkmodul und schläft bis zur nächsten Messung. Dabei gilt: Bluetooth Low Energy (BLE) braucht für kleine Datenmengen wenig Strom, WLAN deutlich mehr. In der Praxis fällt die nutzbare Laufzeit etwas kürzer aus, etwa durch den inneren Widerstand des Akkus und Selbstentladung. Akkus nur mit dem vorgesehenen Laderegler laden und nie kurzschließen. Also großzügig planen.
Akkulaufzeit heißt nicht Stromverbrauch mal aktivem Betrieb, sondern Kapazität geteilt durch den Mittelstrom des gesamten Zyklus. Wer nur den Sendestrom einsetzt, rechnet die Laufzeit viel zu kurz.
📌 Milliamperestunden · Mittelstrom · Faustrechnung
📚 IoT von Grund auf · Tag 5 von 30
#iot #Energieeffizienz #Mikrocontroller
Wer die Wahl begründen kann, plant Akkulaufzeit und Reichweite von Anfang an richtig. Wer sie errät, baut sich später teure Umbauten in die Firmware.
🔋 Der mittlere Stromverbrauch eines Akku-Geräts wird vom Stromverbrauch im Schlafzustand dominiert. Ein Funkmodul ist nur kurz aktiv; danach schläft der Mikrocontroller. Deshalb verlängert jede Stunde Schlaf die Laufzeit stärker als eine schnellere Übertragung. Ein Temperatur-Sensorknoten liest die Temperatur, sendet sie und schläft bis zur nächsten Messung.
📡 BLE ist für kurze Distanzen und kleine Datenmengen bei niedrigem Stromverbrauch gebaut. WLAN überträgt mehr Daten, braucht aber deutlich mehr Energie und verbindet direkt mit dem heimischen Netz, etwa für eine Kamera oder Web-Oberfläche. LoRaWAN überträgt sehr kleine Datenmengen über mehrere Kilometer; die Nachrichten laufen über Gateways, also Funkempfänger mit Internetanschluss, zu einem Netzwerkserver.
🔧 Die Wahl folgt einer einfachen Regel: große Datenraten und Anschluss ans eigene Netzwerk gehören auf WLAN. Kurze Distanzen mit geringem Energiebedarf passen zu BLE. Kleine Messwerte über große Distanzen ohne Stromanschluss gehören auf LoRaWAN, denn dort sendet der Knoten nur und schläft sofort.
Der Funkweg heißt nicht „so viel wie möglich“, sondern „so viel wie der Anwendungsfall braucht“. Wer Datenmenge, Reichweite und Energiebedarf zuerst festlegt, findet die Antwort fast von selbst.
📌 Datenmenge · Reichweite · Energiebedarf
📚 IoT von Grund auf · Tag 4 von 30
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