Hier geht es um Programme, die auf einer Blockchain laufen und selbstständig handeln, wenn ihre Bedingungen erfüllt sind. Das Prinzip kennt man von Treuhandsystemen: Geld wird digital verwahrt, bis die Lieferung bestätigt ist.
Zuerst liegt der Smart Contract als Code auf der Kette. Die Blockchain ist dabei ein verteiltes, manipulationsresistentes Register, das Transaktionen ohne zentrale Instanz festhält. Der Code ist technisch eine Wenn-dann-Regel: Er prüft Bedingungen und führt dann eine hinterlegte Aktion aus.
Dann trifft eine Transaktion ein, etwa die Meldung „Ware geliefert“. Ein Konsensverfahren, also die Regel, wie sich Teilnehmer auf den nächsten Block einigen, nimmt die Meldung auf. Der Contract wertet sie nach seiner programmierten Logik aus.
Danach führt die Regel die Aktion aus. Bei einer Escrow-Regelung, bei der Käufer und Verkäufer Zahlung und Ware hinterlegen, gibt der Contract die Zahlung erst frei, wenn die Lieferung gemeldet wurde. Das geschieht ohne Prüfung durch einen Menschen.
Zuletzt bleibt alles unveränderlich auf der Kette. Wird ein Block nachträglich verändert, ändert sich sein Hash, also sein digitaler Fingerabdruck, und die Verkettung bricht erkennbar auf. Eine rückgängig gemachte Ausführung wäre also eine sichtbare Manipulation.
Der Name „Contract“ täuscht: Es ist juristisch kein automatisch gültiger Vertrag, sondern exakt ausgeführter Code – samt Fehler. Deshalb gilt: Logik vorher durch Tests und Code-Prüfung absichern, denn die Ausführung lässt sich nicht zurücknehmen.
📌 Wenn-dann-Regel · Unveränderlichkeit · Prüfung vor Veröffentlichung
📚 Zukunftstechnologien verstehen · Tag 5 von 30
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