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Maria Zimmermann
Die meisten XR-Anwendungen laufen nur auf der Brille, für die sie geschrieben wurden. Dabei löst ein offener Standard genau dieses Problem.

XR-Anwendungen sollen auf vielen Brillen laufen, nicht auf einer. Wer an einen einzelnen Hersteller gebunden ist, verliert die Freiheit, die Hardware zu wechseln.

🔭 XR ist keine eigene Technik, sondern die Kurzform für Extended Reality, das Spektrum von AR (Augmented Reality, Einblendungen in die Umwelt) über MR (Mixed Reality, Mischung aus real und virtuell) bis VR (Virtual Reality, vollständige virtuelle Welt). Traditionell greift eine Anwendung auf die gerätespezifische Schnittstelle des Herstellers zu. Ohne Standard muss der Programmcode für jede neue Brille angepasst oder neu geschrieben werden.

🧪 OpenXR ist ein offener Standard der Khronos Group, also eine öffentlich zugängliche Spezifikation, die jeder umsetzen darf. Ein Treiber des jeweiligen Herstellers übersetzt die Aufrufe für die konkrete Brille. So entsteht Interoperabilität, die Fähigkeit verschiedener Systeme, Daten auszutauschen und gemeinsam zu nutzen – und das ohne die Erlaubnis eines einzelnen Anbieters.

📐 OpenXR lohnt sich vor allem, wenn mehrere Brillenmodelle im Spiel sind oder ein Hardwarewechsel möglich bleiben soll. Für eine einzelne fest verplante Brille kann die herstellereigene Schnittstelle genügen. WebXR ergänzt den Standard im Browser: Dort startet eine XR-Anwendung über eine Webseite, ganz ohne Installation. Offene Schnittstellen sind damit auch die Grundlage für Portabilität und weniger Anbieterbindung.

OpenXR heißt nicht eine weitere herstellereigene Schnittstelle, sondern die Zwischenschicht, die Anwendungen von einer einzelnen Brille löst. Einmal geschrieben, läuft die Anwendung auf jedem Gerät mit passendem Treiber.

📌 OpenXR · Zwischenschicht · Interoperabilität

📚 Zukunftstechnologien verstehen · Tag 4 von 30
#Innovation #architektur #DigitaleTransformation
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