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Maria Zimmermann
Viele verwechseln die vier Abkürzungen AR, VR, MR und XR einfach durcheinander. Dabei ordnet jede genau, wie viel virtuelle Umgebung dazukommt.

Wer Headsets für Schulungen oder Wartung evaluiert, trifft auf diese Begriffe in jeder Angebotsmappe. Wer sie nicht trennt, kauft die falsche Technik für das eigene Einsatzfeld.

XR ist die Kurzform für Extended Reality und der Sammelbegriff für das gesamte Spektrum von AR über MR bis VR. Das Reality-Virtuality-Kontinuum von Milgram und Kishino ordnet die Formen auf einer Achse zwischen vollständig real und vollständig virtuell an.

Am einen Ende steht Virtual Reality: Ein geschlossenes Headset, eine Brille mit Displays, schottet die Augen von der Umgebung ab. Bewegungssensoren passen das Bild der Kopfbewegung an. Augmented Reality blendet digitale Inhalte in die reale Umgebung ein, auch ohne Headset als Overlay auf dem Smartphone-Display. Mixed Reality lässt beide Welten interagieren: Eingeblendete Objekte haben einen festen Platz in der realen Umgebung und bleiben dort bearbeitbar, etwa ein virtuelles Regal an der echten Wand.

Konkret: Bei einer Einbauanleitung mit AR erscheinen Pfeile direkt auf dem echten Bauteil. In VR lässt sich eine gefährliche oder seltene Tätigkeit wiederholen, ohne Materialverbrauch oder Gefährdung; der Nutzen hängt davon ab, wie genau die Simulation die reale Aufgabe abbildet. Bei der Fernunterstützung sehen Fachleute das Sichtfeld vor Ort.

Verwechselt wird XR am häufigsten mit einer eigenen Technik. Es ist nur eine Kurzform, keine fünfte Technologie. Offene Standards wie OpenXR der Khronos Group und WebXR des W3C machen Anwendungen geräteübergreifend nutzbar.

XR ist nicht eine weitere Technik, sondern nur das Etikett für das Spektrum von AR bis VR.

📌 Reality-Virtuality-Kontinuum · Overlays vs. Abschottung · Fernunterstützung

📚 Zukunftstechnologien verstehen · Tag 4 von 30
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