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Lisa Schneider
Viele halten UART für ein Kabel mit einem Draht. Dabei braucht die einfachste serielle Verbindung zwei Pins und eine Masseleitung.

Viele Einsteiger denken, eine Datenleitung reiche: Ein Gerät sendet, das andere hört zu, wie bei einem Lautsprecher. Plausibel klingt das, weil USB und viele Kabel im Alltag ja auch nur „ein Kabel“ sind. Man verbindet TX mit TX und wundert sich, dass nichts ankommt.

Tatsächlich arbeitet UART, kurz für Universal Asynchronous Receiver Transmitter, mit zwei Leitungen: TX (Sende-Pin) und RX (Empfangs-Pin). Die werden über Kreuz verbunden, also TX des einen Geräts an RX des anderen. Dazu gehört GND, die gemeinsame Masse als Bezugspunkt aller Spannungen. Der UART-Baustein zerlegt Bytes in eine Kette von High- und Low-Pegeln und setzt sie auf der anderen Seite wieder zusammen.

Der Irrtum entsteht, weil I2C wirklich mit zwei Leitungen für alle Geräte auskommt und SPI sogar eine Taktleitung nutzt. UART hat keinen gemeinsamen Takt, dafür aber zwei Richtungen.

Wichtigste Regel: beide Seiten müssen dieselbe Baudrate, also Bits pro Sekunde, verwenden – etwa 115200. Der Empfänger erkennt den Anfang eines Zeichens am Startbit und tastet die Pegel dann im Takt dieser Rate ab. Bei Serial.println() in der Arduino-Firmware muss der serielle Monitor auf denselben Wert eingestellt sein.

Woran man es erkennt: Im seriellen Monitor erscheint statt lesbarem Text wirrer Datenschrott mit seltsamen Zeichen. Dann Baudrate in der Firmware und im Monitor abgleichen.

UART heißt nicht „ein Draht für alles“, sondern zwei gekreuzte Leitungen plus Masse bei gleicher Baudrate.

📌 TX an RX · Baudrate 115200 · gemeinsame Masse

📚 IoT von Grund auf · Tag 3 von 30
#embedded #Mikrocontroller #iot
3 Tage vor

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