Beide heißen umgangssprachlich „Klimasensor“, weil sie Temperatur und relative Luftfeuchte liefern. Relative Luftfeuchte (rF) vergleicht den Wasserdampf in der Luft mit der maximal möglichen Menge bei derselben Temperatur; warme Luft nimmt mehr auf als kalte.
Der DHT22 (auch AM2302 genannt) ist ein günstiges Kombibauteil für Temperatur und Feuchte. Er schickt seine Werte über eine einzige Datenleitung an den Mikrocontroller und darf höchstens alle 2 Sekunden einen Wert liefern. Laut Spezifikation erreicht er etwa 0,5 °C und 2 bis 5 % rF; ein ESP32 liest ihn per Bibliothek aus und erhält zwei Werte pro Messung.
Der BME280 von Bosch misst zusätzlich den Luftdruck, also das Gewicht der Luftsäule über dem Sensor. Er hängt an einem Bus wie I2C, bei dem mehrere Geräte zwei gemeinsame Leitungen teilen und über Adressen (0x76 oder 0x77) unterschieden werden. Seine Genauigkeit liegt bei etwa 1 °C, 3 % rF und 1 hPa.
Der BME280 liefert drei physikalische Größen und spricht flexible Busse. Der DHT22 liefert zwei Größen über seine eine Datenleitung und ist träger, dafür einfacher anzubinden.
Zwei Sensoren im selben Raum zeigen oft verschiedene Werte, weil jeder nur die Luft an seinem Gehäuse misst; Zugluft, Heizung oder Außenwand verfälschen zusätzlich. Spannungsregler, Funkmodul und Prozessor erwärmen die Platine; ein Temperatursensor gehört deshalb mit Abstand an einen kühleren Ort oder auf ein eigenes Modul.
Faustregel: Für Feuchte und Druck ist der BME280 erste Wahl; wer nur Temperatur und Feuchte nebenbei braucht, nimmt den DHT22.
Die Nachkommastellen der Anzeige sind keine Genauigkeit, sondern Auflösung – wie fein der Sensor zählt, nicht wie exakt er misst.
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