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Lena Peters
Die meisten denken, eine Webadresse sei ein einziger unteilbarer String. Dabei vergleicht der Browser nur drei Bestandteile, um Herkünfte zu unterscheiden.

Die Verwechslung ist naheliegend: URL und Origin sehen fast gleich aus, und die Origin ist der vordere Teil der URL. Wer beides gleichsetzt, wundert sich später, warum eine Anfrage blockiert wird.

Die URL (Uniform Resource Locator, eine komplette Webadresse) besteht aus Schema, Host, optionalem Port, Pfad, optionaler Query nach dem Fragezeichen und optionalem Fragment nach der Raute. Sie benennt eine konkrete Ressource wie eine Seite oder ein Bild. Schema https, Pfad /orders und Query id=7 zeigen vier dieser Bestandteile in einer Adresse.

Die Origin besteht nur aus Schema, Host und Port; der Rest zählt nicht mit. Der Browser vergleicht zwei Adressen, indem er genau diese drei Teile gegenüberstellt; eine Abweichung ergibt eine andere Origin. Zwei Adressen mit gleichem Host sind darum verschieden, sobald der Port abweicht (Standardport gegenüber 8443) oder das Schema (http gegenüber https).

Pfad, Query und Fragment dürfen beliebig abweichen, ohne die Origin zu ändern. Ein fehlender Port bedeutet zudem den Standardport des Schemas – bei https der 443, bei http der 80; eine Adresse mit und ohne diese 443 hat dieselbe Origin.

Faustregel: Beim Aufrufen einer Ressource die volle URL angeben, beim Prüfen von Herkunft und Zugriff nur Schema, Host und Port vergleichen. Auch Unterdomänen wie api und www desselben Namens sind verschiedene Hosts und damit verschiedene Origins; die Same-Origin-Policy, eine Browser-Regel, gibt JavaScript nur Antworten derselben Origin frei, fremde Origins brauchen eine CORS-Freigabe des Servers.

Die Origin heißt nicht Adresse, sondern Herkunft: Schema, Host und Port – und sonst nichts.

📌 Origin · Same-Origin-Policy · URL-Bestandteile

📚 Webentwicklung von Grund auf · Tag 3 von 30
#webdev #WebSecurity #HTTP
3 Tage vor

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