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Maria Zimmermann
Viele vergeben Administratorrechte, weil es schnell geht. Dabei macht genau das einen Angriff zum Totalausfall.

Viele Einsteiger denken: Volle Rechte sparen Nachfragen und Fehlermeldungen. Wer alles darf, muss nie darauf warten, dass jemand ein fehlendes Recht nachreicht – das klingt vernünftig.

Tatsächlich gilt das Gegenteil. Das Prinzip der geringsten Rechte (Least Privilege) besagt: Jedes Benutzerkonto, jeder Dienst und jede Programmierschnittstelle (API, also eine definierte Stelle, über die Software Daten austauscht) erhält nur die Rechte, die seine Aufgabe erfordert. Wird ein Konto kompromittiert (also von Angreifern übernommen), kann der Angreifer nur das tun, was das Konto darf. Der Schaden bleibt auf diese Rechte begrenzt.

Der Irrtum entsteht, weil Bequemlichkeit sofort spürbar ist, der Schadensfall nicht. Einmal großzügig vergebene Rechte verschwinden außerdem selten von selbst.

Als Beispiel dient ein Skript, das jede Nacht eine Datensicherung kopieren soll. Es braucht nur Leserechte auf den Quellordner und Schreibrechte auf das Backup-Ziel. Die Administratorenrolle des ganzen Systems ist dafür nicht nötig – sie verwandelt einen kleinen Fehlgriff in eine Katastrophe.

Woran man es erkennt: Rechtevergabe ist kein einmaliger Vorgang, sondern wird regelmäßig geprüft. Jede Rolle muss sich durch eine konkrete, beschriebene Aufgabe begründen lassen; Rechte ohne Begründung werden weggenommen.

Least Privilege heißt nicht, Angriffe zu verhindern. Es heißt, die Schadenshöhe im Ernstfall zu begrenzen – und damit das Risiko zu senken, bevor etwas passiert.

📌 Zugriffsrechte · Rollen · Schadensbegrenzung

📚 Zukunftstechnologien verstehen · Tag 2 von 30
#zerotrust #Cybersicherheit #architektur
3 Tage vor

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