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Lena Peters
Ein toter Link im Browser – meist zeigt er „404 Not Found“. Dabei sagt diese Zahl weniger, als man denkt.

Jede Serverantwort im Web beginnt mit einem Statuscode, einer dreistelligen Nummer. Sie tritt überall auf: beim Aufruf einer Seite, beim Bookmark im Browser, beim Newsletter-Feed. Die erste Ziffer gibt die Klasse an, hier 4 für einen Fehler des Clients.

Zuerst sendet der Client eine Anfrage an eine URL, also eine Adresse im Web. Der Server sucht die angeforderte Ressource – eine Seite, ein Bild, einen Datensatz. Findet er sie nicht, antwortet er mit 404 Not Found.

Dann entscheidet der Client, was das bedeutet. Die erste Ziffer der Nummer nennt nur die Richtung: Bei 4xx liegt der Fehler meist in der eigenen Anfrage, etwa in einer falschen URL oder fehlender Berechtigung. Der Haken bei 404: Die Nummer sagt nichts über die Zukunft. Die Adresse kann nie existiert haben, vertippt sein oder erst morgen wieder erreichbar sein. Für den Client ist eine Löschung ununterscheidbar von einem Tippfehler in der URL.

Danach gibt es für den Fall der bewussten Löschung eine klarere Antwort: 410 Gone. Sie bedeutet, die Ressource existierte einst, wurde aber absichtlich und dauerhaft entfernt. Der Server weiß das und teilt es ausdrücklich mit.

Zuletzt kann der Client auf 410 höflicher reagieren: Ein Feed-Leser darf den Link als endgültig tot markieren und seine Wiederholungen einstellen. Bei 404 bleibt dagegen nur: immer wieder probieren. Praxisregel für eigene Backends: Nach dem Löschen einer Ressource 410 senden; 404 bleibt für unbekannte oder nie existierte Adressen.

404 heißt also nicht „gelöscht“, sondern „gerade nicht gefunden“ – erst 410 spricht von dauerhaft weg.

📌 Statuscode · 404 Not Found · 410 Gone

📚 Webentwicklung von Grund auf · Tag 2 von 30
#webdev #HTTP #backend
4 Tage vor

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