Wer eine Anwendung plant, legt zuerst fest, welche Schichten das eigene Team betreiben kann. Die Antwort bestimmt Kosten, Personalbedarf und Abhängigkeit vom Anbieter.
🔭 IaaS bedeutet, alles ab der virtuellen Maschine selbst zu verantworten. Der Anbieter stellt gemietete Rechenleistung, Speicher und Netz bereit, betreibt Rechenzentrum, Hardware und Virtualisierung, also die Software, die Hardware aufteilt. Betriebssystem, Patches und Anwendung liegen beim Kunden. Wer eine Linux-VM selbst konfiguriert, wählt IaaS.
🧪 PaaS nimmt dem Team Betriebssystem und Laufzeitumgebung ab, also die Software, in der der Code läuft. Entwickelt wird nur noch die Anwendung selbst. NIST SP 800-145, der US-Standard zur Cloud-Definition, nennt genau diese drei Modelle: IaaS, PaaS und SaaS. Wer Code deployt, ohne je einen Server zu patchen, nutzt PaaS.
📐 SaaS verschiebt die Grenze ganz nach oben: Der Anbieter verantwortet alle Schichten bis zur Anwendung. Der Kunde verwaltet nur Nutzerkonten, Rollen und Daten. Ein klassischer Irrtum ist, SaaS als „mietbare Software ohne Verantwortung“ zu lesen. Zugänge, Rollenvergabe und Datensicherung bleiben Kundenaufgabe. Beim Wechsel hilft der Data Act (Verordnung (EU) 2023/2854) mit Regeln zu Übergangsfristen.
Woran man es erkennt: Für jede Schicht von Rechenzentrum bis Anwendung gilt die Prüfrage, wer sie betreibt. IaaS heißt nicht weniger Arbeit, sondern mehr Kontrolle. SaaS heißt nicht keine Verantwortung, sondern Verantwortung für Daten statt Technik.
📌 Schichtenmodell · Verantwortungsgrenze · Kompetenz
📚 Zukunftstechnologien verstehen · Tag 2 von 30
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