Zu sehen ist: Der Mikrocontroller hängt sporadisch oder der GPIO-Pin gibt danach dauerhaft nichts mehr aus. GPIO-Pins (General Purpose Input/Output) sind Anschlüsse, die per Software als Eingang oder Ausgang dienen. Wer die LED direkt an so einen Pin anschließt, überfordert ihn.
Dahinter steckt das ohmsche Gesetz: Spannung U in Volt ist Widerstand R in Ohm mal Strom I in Ampere (U = R · I). Spannung ist die treibende Kraft, die elektrische Ladung bewegt; der Strom ist die Ladungsmenge pro Sekunde; der Widerstand setzt dem Strom seinen Gegenwert entgegen. Eine LED (Leuchtdiode) ist kein solcher Widerstand: Sie braucht eine bestimmte Flussspannung, um zu leuchten, und lässt danach den Strom fast unbegrenzt steigen. digitalWrite(PIN, HIGH) legt beim ESP32 3,3 V an den Ausgang, bezogen auf die Masse (GND), den gemeinsamen Bezugspunkt. Ohne Vorwiderstand fließt dann so viel Strom, dass der Pin beschädigt wird.
Die Rechnung: Von den 3,3 V Pinspannung fallen etwa 2 V Flussspannung an der roten LED ab; nur die verbleibende Differenz liegt am Vorwiderstand. Gewünschter Strom 10 mA, also I = U / R umgestellt nach R = U / I: rund 130 Ohm. In der Praxis wählt man den nächstliegenden verfügbaren Widerstandswert.
So prüft man es: Zuerst LED, Vorwiderstand und Pin gegen GND nach dem Schaltplan verkabeln, den Pin per digitalWrite(PIN, HIGH) auf HIGH setzen. Danach den fließenden Strom nachmessen oder nachrechnen.
Der Widerstandswert ergibt sich aus der Spannungsdifferenz, nicht aus den vollen 3,3 V. Die LED zeigt den Weg, der Vorwiderstand setzt das Limit.
📌 Spannung · Vorwiderstand · U=R·I
📚 IoT von Grund auf · Tag 2 von 30
#esp32 #Arduino #Mikrocontroller #iot