Wer nicht weiß, welcher Baustein wo läuft, baut Prüfregeln an den falschen Ort. Und der falsche Ort ist der, den jeder Besucher verändern kann.
🌐 Frontend und Backend sind keine Ordner, sondern Lauforte. Das Frontend ist der Teil, der im Browser läuft: HTML beschreibt die Struktur, CSS das Aussehen, JavaScript das Verhalten auf der Seite. Das Backend läuft auf dem Server, speichert Daten und stellt Schnittstellen bereit. Dieselbe Sprache JavaScript kann an beiden Orten laufen: im Browser oder mit Node.js auf dem Server.
🧩 Der Browser spricht mit dem Backend über HTTP, das Anfrage-Antwort-Protokoll des Webs. Eine Schnittstelle (API) liefert etwa mit GET /artikel/42 einen Datensatz, oft als JSON, einem einfachen Textformat für Daten. Der Server kann dieselbe Adresse unterschiedlich beantworten: dem Browser eine HTML-Seite, einem Programm JSON-Daten. Er weiß dabei nie, was gerade angezeigt wird; jede Anfrage muss alles enthalten, was er zum Prüfen braucht.
🔒 Sensible Daten und alle Prüfregeln gehören immer ins Backend. Der JavaScript-Code im Browser ist sichtbar und veränderbar. Ein Kontaktformular prüft dort per JavaScript, ob das E-Mail-Feld ausgefüllt ist, und markiert den Fehler sofort. Das Backend prüft dieselbe Eingabe trotzdem erneut, weil die Frontend-Prüfung mit den Entwicklerwerkzeugen abgeschaltet sein kann.
Frontend heißt nicht „der sichere Teil der Anwendung“, sondern der Teil auf dem Gerät des Besuchers. Deshalb gilt: Ob eine Eingabe gilt, prüft der Server, nicht der Browser.
📌 Frontend · Backend · Serverprüfung
📚 Webentwicklung von Grund auf · Tag 2 von 30
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