Viele Einsteiger glauben, ein Schritt in n8n läuft genau einmal, wenn der Workflow startet. Das klingt plausibel, weil der Schritt im Editor auch nur einmal als Kasten erscheint.
Tatsächlich arbeitet jeder Node in n8n standardmäßig je Item. Ein Node ist ein einzelner Verarbeitungsschritt der Automation; ein Item ist ein eingehendes Datenelement, etwa eine Bestellung. Kommen zehn Bestellungen an, läuft der Node zehnfach und verarbeitet jede einzeln. Für einmalige Gesamtaktionen wäre das Gift. Die Einstellung Execute Once, in den Settings des Nodes, schaltet genau das um: Der Schritt läuft dann nur einmal pro Workflow-Lauf, egal wie viele Items ankommen.
Der Irrtum entsteht, weil die Oberfläche Schrittfolge und Ausführungsanzahl nicht trennt. Ein Kasten sieht nach einem Durchlauf aus, auch wenn er intern zehnmal feuert.
Ein typischer Fall: Der Workflow holt vor der eigentlichen Arbeit ein Access Token, also eine Zugangsberechtigung, über einen HTTP-Request-Node. Ohne Execute Once feuert dieser Abruf zehnfach, wenn zehn Bestellungen ankommen. Manche Systeme sperren dann den Zugang wegen zu vieler Anfragen. Besser: Execute Once am Token-Node setzen und das Ergebnis den Folge-Schritten über eine Expression, also einen Zugriff auf Daten vorheriger Nodes wie $json, zur Verfügung stellen.
Woran man es erkennt: In der Datenanzeige unter dem Node erscheinen zehn identische Ausgaben statt einer. Dieselbe Anzeige zeigt auch, wie viele Items hineingekommen sind und was der Schritt daraus machte.
Execute Once heißt nicht „sparsamer laufen“, sondern „einmal pro Lauf statt einmal je Item“. Einmalige Gesamtaktionen wie Token holen oder Melden gehören auf genau diese Einstellung.
📌 Execute Once · Item · Datenanzeige
📚 Automatisierung von Grund auf · Tag 22 von 30
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